Offenes Atelier in Suhr

Offenes Atelier in Suhr

Was braucht ein Künstler, um in Ruhe seiner Kreativität nachgehen zu können? Nun, meist braucht es nicht viel. Ein Fleckchen, wo man sich wohl fühlt und an dem man ein paar Zeichenmaterialien nutzen kann.

Manchmal darf es aber doch etwas mehr sein und da ich festgestellt habe, dass bei mir die Trennung zwischen Arbeit und Privatem bei Weitem nicht so gut funktioniert, wenn ich nur von zu Hause aus arbeite, habe ich mir ein Atelier angemietet.
Weitere Gründe für diesen Schritt sind aber folgende:
Kreatives Arbeiten, vor allem auf traditionellem Wege, macht auch viel Dreck. Zu Hause habe ich einen schönen Parkettboden, den ich ungern verunreinigen möchte. Vor allem, wenn man bei einem Umzug alles wieder so herrichten muss, wie man es vorgefunden hatte. Das könnt bei Acrylfarbe und Co dann etwas kostenintensiver werden.
Mich haben schon hin und wieder einige Leute wegen Kursen oder Abholung von Arbeiten zu Hause besucht und waren überrascht, dass ich kein “Ladengeschäft” habe, sondern alles von Privat aus mache. In Deutschland weiss ich, dass das da eigentlich kein Problem wäre, hier in der Schweiz scheint das wohl etwas anders zu sein. Man erwartet quasi Arbeitsräume, die von Privatem getrennt sind. Also möchte ich in der Hinsicht mich ebenfalls anpassen und seriöser wirken, indem ich Kunden nun im Atelier empfangen kann.
Auch bietet sich dort mehr Platz und ich kann bessere Workshops anbieten. bei 50qm kann man doch schon Kurse für bis zu 10 Personen anbieten, was in den eigenen Wänden auf max. 4 an einem Tischhinausgelaufen wäre.
Zu guter Letzt wird das Atelier nun auch eine kleine Projekt-Traumerfüllung, die hoffentlich auch angenommen wird. Ich mochte schon in meiner Heimat immer offene Ateliers, bei denen man dem Künstler über die Schulter sehen und auch Fragen stellen kann. Somit habe ich mich entschieden, dass mein Atelier nicht nur ein Arbeitsplatz für mich werden soll, sondern auch für andere. Wer also genau das gleiche Problem zu Hause hat, dass wenig Raum für Staffelei und Co da ist, der kann mein Atelier gegen eine Gebühr mitnutzen, solange er Bedarf hat. Lediglich zu Kurszeiten ist das Atelier dafür nicht geeignet, da ich dann den Platz benötige.
Bis zu 4 andere Künstler könnten also gleichzeitig dort arbeiten, wenn sie möchten. Dabei spielt es für mich keine Rolle, ob Hobbykünstler, oder Profi. Derjenige, der das Angebot nutzt, zahlt übrigens Dank Stundentarif im 15-min Takt immer nur das, was er auch braucht. Somit entfallen monatliche Kosten, die man sonst nie voll ausnutzen würde.

Die Workshops und Kurse und weitere Infos zu dem offenen Atelier findet ihr hier.

Das Atelier ist momentan noch nicht komplett eingerichtet, kann aber ab dem 2. Februar 2017 besucht werden. Ich werde ab 12 Uhr die Tore offen halten.

 

Derzeitiger Status des Atelier, in dem ich noch einiges zusammenbauen muss…:

 

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