Adventskalender Tür 3 Gewinner

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Snowflakedragon

Dieses Mal fand ich von Kadienor die Antwort auf die Frage: “Warum rutscht der Drache ins Tal?” am passendsten.

Kadienor lieferte sich ein Kopf an Kopf Rennen mit Isenya, deren Geschichte ich auch ganz toll fand. Allerdings bin ich gerade bei Kreaturen oftmals so eine, die auch gern mal eine recht einfache oder sehr stimmige Erklärung einer wahnsinnig kreativen und fabelhaften vorzieht.

Kadienor hat damit einfach meinen Geschmack getroffen. Die Drachen müssen den Schnee und seine Eigenschaften kennen lernen und somit ist die Rutschpartie nicht nur reiner Spass, sondern gleichzeitig auch eine Lektion für sich.

“Am Berg befinden sich mehrere Mutterdrachen mit ihren Jungtieren, die nun lernen müssen ihr Element in- und auswendig zu kennen. Deshalb steigen sie auf einen mit Schnee bedeckten Berg (die Anstrengung ist dem dargestellten Muttertier anzusehen) und nun werden die Jungtiere in ihr Element eingeführt. Dazu gehört auch, dass sich die Kleinen im Schnee herumtollen und den Hang herunterrutschen. Der Schnee wirbelt auf und der Kleine wird am Fusse des Berges über eine eisglatte Fläche rutschen und vom Pulverschnee aufgefangen. Du kannst dir vorstellen, dass der Kleine mit Schnee überstäubt sofort wieder den Hang hinaufklettert, um eine weitere Rutschpartie zu erleben. Da die Jungtiere leichter sind, sind sie auch viel schneller wieder oben am Berg. So erlernen die Kleinen im Spiel ihr Element kennen!”

Auch ein grosses Danke an Isenya für diesen tollen Text:

“Vielleicht ist es in Vergessenheit geraten, jedoch hatten Drachen früher eine Bestimmung.
Jeder eine andere.
Einmal war es an der Zeit, dass ein Drache das Licht der Welt erblicken sollte, dessen Odem nicht Feuer sondern Frost sein sollte.
Die Älteste der Drachen sprach: „Gib ihm einen Namen der zum hohen Norden passt noch ehe er schlüpft und so wird sich seine Bestimmung erfüllen.“
Die junge Drachin nahm sich viel Zeit für die Suche nach dem passenden Namen, während sie das Ei ihres jungen Drachlings auf Temperatur hielt, zwischendrin immer wieder abkühlen ließ, um ihn schon in der schützenden Schale abzuhärten.
Sie dachte an die klirrende Kälte, der er ausgeliefert sein würde und an die Drachen, die im Süden lebten, in den heißen Wüsten und wie sie vergnügt im Sand von den Dünen rutschten.
Ja, eine Mischung aus Bestimmung und Vergnügen sollte der Name sein, damit dem jungen Drachling beides zuteil werden würde.
„Klyrrschnee!“, rief sie nach Wochen des Schweigens aus und bewegte ihre Flügel kräftig, um das Ei noch ein wenig mehr herunterzukühlen.
Als der Drachling geschlüpft, betrachtete sie ihn zärtlichen Blickes, hauchte ihm all ihre Mutterliebe ein und überließ ihn einem der alten Norddrachen, der ihn mit und in seine Lehre nahm.
Oh, es gab soviel zu lernen!
Die Wiesen mit Frost zu belegen, um dem Gras und den Blumen eine kühle Bettdecke zu bereiten. Die Seen und Flüsse einzufrieren, damit Kinder dort mit metallenen Kufen unter ihren Schuhen über das Eis laufen konnten. Die Fenster der Häuser anzuhauchen, damit sie hübsche Muster bekamen. Auf dem höchsten aller Berge tief Luft zu holen und gewaltige Wolken Frost zu pusten, damit die kleinen Schneekristalle ihre Sternenform erhielten, in der sie zur Erde fielen.
Natürlich fielen seine Wolken noch kleiner aus, als die der alten und erfahrenen Norddrachen, aber er gab sich redlich Mühe.
Wenn all das getan war, dann durfte der junge Drachling Klyrrschnee tun, was er am liebsten tat:
Er blies von einem kleinen Hügel eine eisige Bahn in den Schnee, die bis zum zugefrorenen Dorfsee reichte und rutschte mit den Kindern um die Wette, dass es nur so eine Freude hatte.

Zuweilen empfing er einen warmen Hauch und wusste, dass seine Mutter an ihn dachte.
Dann ließ er seinen Meister, den ältesten Norddrachen Richtung Süden blasen, um seiner Mutter mit einer kühlen Brise Grüße auszurichten, dass sie wisse, es ginge ihm gut.”

Ich hatte übrigens beim Malen dieses Bildes an eine Bärenmutter gedacht, die ihren Kleinen beim Herumtollen bewacht. Der Betrachter schleicht sich durch die Büsche und steht plötzlich vor ihr, genau in dem Moment, in dem der Kleine Richtung Tal saust. Da sie ihr Kind beschützen will, wirkt die Mutter etwas bedrohlicher und der Hobbyfilmer oder Wanderer, der sie gerade eben durchs Gebüsch gesehen hat, wird sich dreimal überlegen zu lange zu verharren oder gar weiter zu gehen.

Trotzdem wird er diesen seltenen Moment, da Drachen ja eigentlich nicht mehr existieren sollten, nie vergessen. Das Foto, geschossen im rechten Moment, hängt seither an einem Ehrenplatz. Viel besser als jede Trophäe eines toten Tieres!

Kaliendor erhält also das Poster vom Schneeflockendrachen und seinem Jungen und da Isenya mir ja auch gut gefallen hat und die Mühe sich lohnen sollte, gibts nen kleinen Gewinn ausser der Reihe in Form einer Postkarte vom gleichen Motiv.

Ich danke wieder allein Teilnehmern und hoffe, dass ihr mit Türchen 4 auch eure Freude haben werdet 🙂


(aufs Bild klicken zum Öffnen des Adventskalenders)

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